Aktuell


DVL-online-Veranstaltung zur Gemeinwohlprämie                                                 25.05.21

Für die Ausgestaltung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hat der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V. ein Konzept entwickelt, bei dem die EU-Agrar-Subventionen stärker nach dem Beitrag zum Gemeinwohl bemessen werden sollen: Die Gemeinwohlprämie.

Doch was steckt hinter dem Begriff? Was würde die DVL-Gemeinwohlprämie für aktive Landwirtinnen und Landwirte bedeuten? Was umfasst die DVL-Gemeinwohlprämie und worin liegen die Unterschiede zu den nun geplanten neuen Regelungen?

Im Rahmen der
Online-Veranstaltung „Die DVL-Gemeinwohlprämie – kurz vorgestellt“ am 08.06.2021 um 19 Uhr stellen Jürgen Metzner, DVL-Geschäftsführer, und Sönke Beckmann, Experte für Landwirtschaftspolitik, das Konzept der DVL-Gemeinwohlprämie vor und geben Antwort auf diese Fragen. Zu dem Treffen werden speziell Landwirtinnen und Landwirte aus den Landschaftspflegeverbänden eingeladen. Der DVL hofft auf einen intensiven Austausch im Anschluss.

Eine Online-Anmeldung ist erforderlich. Der Link zur Online-Veranstaltung via CiscoWebex wird rechtzeitig einen Tag vorher an angemeldete Personen verschickt. Die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier, Sie werden zur Homepage des DV
L weitergeleitet.


Jahresbericht 2020 ab sofort zum Download verfügbar                                        26.03.21

Unter der Rubrik Downloads können Sie ab sofort unseren Jahresbericht 2020 herunterladen.


DVL-Ideenwettbewerb Mittelgebirge                                                                           19.03.21

Der DVL-Ideenwettbewerb „Modellbetriebe Bioökonomie“ sucht zusammen mit Partnern
innovative und nachhaltige Ideen von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben für eine
biobasierte Wirtschaft: Von der Erzeugung, über die Verarbeitung zum Vertrieb von Nahrungsmitteln, nachwachsenden Rohstoffen und biogenen Reststoffen. Das Ziel ist es, Wertschöpfungsketten in den Mittelgebirgsregionen zu stärken und den Menschen, die hier leben und wirtschaften, neue Perspektiven zu geben.

 

Unter https://www.ibm.dvl.org/ können Sie nähere Informationen zum Wettbewerb nachlesen. Die Auszeichnung der Sieger mit Vergabe von Preisgeldern in Höhe von insgesamt 15.000 € erfolgt im festlichen Rahmen auf der Internationalen Grünen Woche im Januar 2022. Bewerbungsschluss ist der 31.08.2021.


Lörracher LEV wird Teil einer bundesweiten Expertengruppe für                      01.03.21 Agrarnaturschutzmaßnahmen

Hannes Röske berät den Deutschen Verband für Landschaftspflege

Landkreis Lörrach. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hat mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ein Projekt zur zukünftigen Koordination und Organisa-tion von überbetrieblichen Agrarnaturschutzmaßnahmen initiiert und eine beratende Experten-gruppe einberufen. Hannes Röske vom Landschaftserhaltungsverband (LEV) Lörrach wird als einziger Fachmann aus Baden-Württemberg Teil dieser bundesweiten Expertengruppe und zu-sammen mit weiteren Vertretern aus Landschaftspflegeorganisationen den DVL in dieser Sache beraten.


Der Erhalt der biologischen Vielfalt in der Kulturlandschaft ist vielen Landbewirtschaftern ein großes Anliegen. Naturschutzmaßnahmen werden in vielen Betrieben umgesetzt und sind Teil der Betriebskonzepte der landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Lörrach. Blühstreifen wer-den entlang von Wegen angelegt oder artenreiche Mähwiesen und großflächige Weideflächen nur extensiv genutzt. In zahlreichen Fällen ist der LEV Lörrach beteiligt und berät die einzel-nen Betriebe bei der Umsetzung und Förderung der wirksamen Maßnahmen.


„Um diese großartige und wichtige Arbeit der Landwirte, Weidegemeinschaften und Vereine zu unterstützen, fördern das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union die extensive und naturnahe Landbewirtschaftung durch sogenannte Agrarnaturschutzmaßnahmen“ erklärt Hannes Röske und nennt als Beispiel die großen Weideflächen auf der Stuhlsebene oberhalb der Gemeinde Schönenberg. Hier bewirtschaftet die Weidegemeinschaft Rabenfels circa 65 Hektar Weidefläche gemeinschaftlich mit Rindern und Ziegen und erhält dafür am Ende des Jahres eine Förderung im Rahmen der Agrarnaturschutzmaßnahmen. Es handelt sich um eine überbetriebliche Förderung, da sich hier mehrere Landbewirtschafter zusammengetan und die Förderung gemeinsam beantragt haben.


„Die Überbetrieblichkeit hat auf den Allmendweiden des Südschwarzwalds eine bis heute an-dauernde, jahrhundertealte Tradition. Dass sie funktioniert, zeigen die großflächigen, offenen Hänge“ so Röske und freut sich auf die künftige Aufgabe: „Wir können nun in der Experten-gruppe unsere langjährigen Erfahrungen in der überbetrieblichen Naturschutzförderung mit an-deren teilen und dazu beitragen, neue Konzepte für die Naturschutzförderung zu entwickeln.“


Offenland-Biotopkartierung: Geschützte Lebensräume werden erfasst!    28.01.2021

Im Jahr 2021 werden im Landkreis Lörrach die Biotope und FFH-Mähwiesen kartiert.

Die Kartierungen werden im Landkreis Lörrach in der Vegetationsperiode 2021 und teilweise auch 2022 stattfinden und zwar im gesamten Gemeindegebiet außerhalb des geschlossenen Siedlungsbereiches, des Waldes und der Verkehrsflächen. Auftraggeber ist die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. Sie beauftragt fachlich geeignete Kartiererinnen und Kartierer, die zudem für die komplexe Aufgabe umfassend geschult und betreut werden.

 

Die bei der Kartierung gesammelten Informationen dienen dem Schutz wertvoller Flächen und werden beispielsweise bei der Landschaftsplanung, bei der Beurteilung von Eingriffen und als Förderkulisse der Landwirtschaft verwendet. Die Daten sind aber nicht nur Arbeitsgrundlage für die Verwaltung, sondern stehen nutzerfreundlich aufbereitet auch den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Fachöffentlichkeit zur Verfügung – beispielsweise über den Daten- und Kartendienst der LUBW (https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/).

 

Gesetzliche Grundlage für die Offenland-Biotopkartierung ist das Naturschutzgesetz (NatSchG) des Landes Baden-Württemberg, das eine regelmäßige Aktualisierung der nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz und § 33 NatSchG gesetzlich geschützten Biotope vorsieht. Eine weitere gesetzliche Grundlage ist die Europäische Richtlinie zur Erhaltung der natürli­chen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie). Ebenfalls erhoben werden FFH-Mähwiesen, die nicht zu den gesetzlich geschützten Biotopen gehören, aber durch die FFH-Richtlinie geschützt sind.

 

Im Rahmen der Erhebungen ist es den Kartierenden als Beauftragten der LUBW grundsätzlich erlaubt, Grundstücke ohne vorherige Anmeldung zu betreten (§ 52 NatSchG). Eine Zuordnung von Ergebnissen zu Grundstückseigentümern oder Bewirtschaftern findet bei der Erfassung und Auswertung der Kartierungen nicht statt. Es werden auch keine dauerhaften Markierungen auf der Fläche vorgenommen.

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können bei Informationsveranstaltungen im Gelände zu Beginn der Kartierungen einen Einblick in die Offenland-Biotopkartierung gewinnen. Bei diesen Terminen stellt die LUBW zunächst Hintergründe und Vorgehensweise bei der Kartierung vor. Vertreterinnen und Vertreter der beauftragten Kartierbüros zeigen anschließend beispielhaft, wie die Kartierung konkreter Flächen im Gelände abläuft. Inwieweit Infoveranstaltungen im Frühjahr 2021 stattfinden können, hängt von den weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie ab. Ort und Datum werden ggf. rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Derzeit läuft die Vergabe der Kartieraufträge im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung. Für welche Gemeinden ein Kartierauftrag erfolgen kann, hängt von den Ergebnissen der Ausschreibung ab. Die beteiligten Gemeinden werden rechtzeitig informiert. Diese Information sowie ggf. die Termine der geplanten Informationsveranstaltungen und aktuelle Hinweise dazu können Sie anschließend der Gemeindemitteilung Ihrer Gemeinde oder der Tagespresse entnehmen.

 

Weitere Informationen zur  Offenland-Biotopkartierung finden Sie im Internet unter https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/offenland-biotopkartierung
oder über das OBK-Team der LUBW unter offenlandbiotopkartierung@lubw.bwl.de

 

Download
Infoflyer Offenland-Biotopkartierung
Infoflyer_Offenland-Biotopkartierung.pdf
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Herdenschutz in der Weidetierhaltung                                                                   26.01.2021

Projekt des DVL zur praxisgerechten Aufbereitung von Erfahrungen und Schulungen zu Lösungsansätzen für eine Beratung von Landwirtschaftsbetrieben

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hat ein Projekt gestartete zum Thema Herdenschutz in der Weidetierhaltung. Dabei geht es um Vermeidungsstrategien von Wolfsrissen landwirtschaftlicher Nutztiere. Für das Projekt sucht der DVL Weidetierhaltende, die bereits erste Erfahrungen mit Herdenschutzmaßnahmen haben.
Nähere Informationen und Ansprechpartner sind unter https://www.dvl.org/projekte/projektdetails/herdenschutz-in-der-weidehaltung zu finden.


Tierische Hilfe für mehr Artenvielfalt                                                                     21.10.2020

400 Experten fordern eine Erweiterung der Naturschutz- und Landwirtschaftsstrategien um eine umfassende Beweidungsstrategie

Pressemitteilung der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg

Stuttgart: Mehr Weidetiere im Offenland zur Förderung der Artenvielfalt und eine Erweiterung der Naturschutz- und Landwirtschaftsstrategien der Bundesländer, des Bundes und der EU um eine umfassende Beweidungsstrategie forderten internationale Naturschutzpraktiker, Landschaftsplaner, Wissenschaftler und Tourismusexperten am Mittwoch (21.10.20) beim Workshop der baden-württembergischen Umweltakademie „Wilde Weiden – Der Beitrag naturnaher Weidelandschaften zur Bewahrung der Biodiversität“, der pandemiebedingt im Livestream-Format stattfand. Die in Reform befindliche Agrarförderung der EU müsse weidefreundlicher werden. Landesbezogene Ermessensspielräume müssten außerdem besser ausgeschöpft werden, erklärte Dr. Alois Kapfer, Vorsitzender des Vereins zur Förderung naturnaher Weidelandschaften e.V., der gemeinsam mit der Hochsschule für Forstwirtschaft Rottenburg und der Umweltakademie Baden-Württemberg den wegweisenden Workshop initiierte.
„Ohne die finanzielle Förderung und den Wiederaufbau vernetzter extensiver Weidesysteme wird es nicht gelingen, die Ziele zur Erhaltung unserer biologischen Vielfalt zu erreichen“, erklärte Prof. Dr. Rainer Luick von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Mit dem Workshop, der mit 400 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, des benachbarten Auslands und Südeuropas die Erwartungen weit übertraf, brachten die Veranstalter die naturnahe Beweidung auf die Naturschutz-Agenda.

 

„Die Potenziale von Weideflächen für die Biotopvernetzung und den Erhalt der Artenvielfalt
wurde und wird in Naturschutzkreisen noch unterschätzt“, unterstrich Claus-Peter Hutter, Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg. „Die Entwicklungen und Erkenntnisse sind den Fachkreisen seit Jahrzehnten bekannt und werden auch intensiv diskutiert. Wirksame Strategien und vor allem nachhaltig wirksame Maßnahmen fehlen aber dennoch weitgehend“, ergänzte Prof. Dr. Luick. Durch naturnahe Weidelandschaften auf ausreichender Fläche könne der weitere Rückgang der Biodiversität
aufgehalten werden.

Die Zusammenhänge von Weideflächen und Artenreichtum erklärte Dr. Jörn Buse vom Nationalpark Schwarzwald am Beispiel der Insekten. „Weidetiere bewirken Störungen und fördern damit Vielfalt. Weideflächen beherbergen mehr größere Insekten und eine höhere Diversität großer Insekten als auf Wiesen oder Brachen. Das zeigen uns Studien. Viele Insekten stehen in Verbindung mit Pflanzenarten. Die Pflanzenartenvielfalt wirkt sich daher unmittelbar auf die Insektenvielfalt aus.“
Andreas Braun, Chef der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg stellte die Vorteile einer artenreichen Landschaft verbunden mit einer naturnahen Beweidung für die Wertschöpfung im Tourismus heraus. „Naturschutz und Tourismus können sich perfekt ergänzen, man denke nur an Ferien auf dem Bauernhof“, so Braun. Gerade in Pandemiezeiten erlebe diese naturnahe Form des Urlaubs einen enormen Aufschwung, der Nutzen für alle Seiten berge.
Mit Jesús Garzón, dem Präsidenten der Asociación Trashumancia y Naturaleza aus Spanien und seinem Beitrag zur Rolle der großen Pflanzenfresser für die Biodiversität erhielt der Workshop Bedeutung, der über die Landes- und Bundesgrenzen hinausgeht. „Naturnahe Beweidung ist der Schlüsselfaktor zum Erhalt der Artenvielfalt. Wir müssen vielmehr als bisher den eigenen Teller verlassen und über den Rand blicken. Jetzt ist die Chance gekommen, in der EU gehört zu werden und endlich verbindliche Rechtsgrundlagen auf Bundes- und Landesebene zu schaffen“, so Prof. Dr.
Rainer Luick.

 

Die Forderungen der Naturschutzexperten:

  • Mehr Weidetiere im Offenland zur Förderung der Artenvielfalt
  • Ausschöpfung der landesbezogenen Ermessensspielräume bei der weidefreundlichen Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik
  • Verbesserung der finanziellen Förderung naturnaher Beweidung in den Programmen des Naturschutzes und der Landwirtschaft
  • Beseitigung zahlreicher administrativer Hemmnisse in Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Naturschutz und Veterinärmedizin
  • Erweiterung der landwirtschaftlichen Ausbildung um den Betriebszweig „Biodiversitätswirt“

Am 24. Februar 2021 wird das Thema in einem Folge-Kongress erneut aufgegriffen,
um die Forderungen zu untermauern.

Hintergrund der Veranstaltung ist die Verdrängung der wilden Weidetiere wie Wildpferd, Auerochse oder Wisent und die Aufgabe der Hutweide von Nutztieren wie Rindern, Schweinen oder Ziegen seit 1800. Diese Tiere haben mit ihrem Fraß, Tritt und Dung die Landschaften Mitteleuropas in großen Maße mitgestaltet und wesentlich zu ihrer Artenvielfalt beigetragen. Mit Umstellung auf die industriell geprägte Landwirtschaft wurden viele naturnahe Weiden aufgegeben, auch dadurch geht die Vielfalt der Arten seit rund 200 Jahren stetig zurück. Durch die naturnahe Beweidung sollen im Sinne eines Biotopverbundes natürliche Zustände wiederhergestellt und artenfördernde Prozesse ermöglicht werden. Wie zahlreiche Weide-Pilotprojekte im In- und Ausland zeigen, wäre es mit einer gezielten Strategie zur naturnahen Beweidung auf relativ wenigen Prozent der Fläche kurzfristig möglich, entscheidende Beiträge zum Erhalt der Biodiversität im Offenland zu leisten.


Extensives Grünland - Beihilfefähigkeit und Abgrenzung der Bruttofläche     21.08.20

Mit der Handreichung „Extensives Grünland – Beihilfefähigkeit und Abgrenzung der Bruttofläche“ liegt nun ein umfassendes Dokument zu den wesentlichen Kriterien zur Gewährung von Flächenbeihilfen für besondere Lebensräume vor. Die Handreichung richtet sich in erster Linie an die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter von extensiven Grünlandflächen und soll sie bei der Bewertung ihrer Flächen unterstützen. Daneben soll die Handreichung auch für alle anderen Betroffenen zu einem besseren Verständnis der „Bruttofläche“ und der „Beihilfefähigkeit“ beitragen.


Termine 2021


Mitgliederversammlung 2021

 30.11.2021   18 Uhr   -   tba

Vorstandssitzungen 2021

 18.03.2021 18 Uhr - online
05.10.2021 17 Uhr -  tba

(Sitzung mit Fachbeirat)